Verfasst von: WieMan | 26. Oktober, 2010

Blog eingestellt

Was de facto schon länger so ist wird nun offiziell: Der Versicherungssteuerungsblog ist bis auf Weiteres eingestellt. Ich lasse die Seiten online, vielleicht helfen die Artikel noch etwas. Kommentare sind weiterhin willkommen.
Grüße
Holger Heinze

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Verfasst von: WieMan | 1. Oktober, 2009

Finanzrisiken im Kontext betrachten

Dr. Werner Gleißner und Thomas Berger von der Future-Value Group AG haben in Managementkompass Finanzkrisen einen kurzen aber klaren Artikel zu Qualitätkriterien des Risikomanagements veröffentlicht.
Den Artikel können Sie u.a. über Risknet.de abrufen: http://www.risknet.de/typo3conf/ext/bx_elibrary/elibrarydownload.php?&downloaddata=518

Die Autoren stellen hier 6 Punkte vor, welche sehr gut die Ausprägung der Risikomanagementdimension einer integrierten Versicherungssteuerung umreissen: Top-Down Vorgaben und entscheidungen, Einheitliche Kategorisierungs- und Bewertungsmethoden für Risiken, definierter ‚Ownership‘ für die Risikodaten und deren Überwachung, ein einheitliches Berichtswesen und umfassende Frühwarnsysteme.

„Integration: Finanzrisiken sollten organisatorisch in das unternehmensweite Risikomanagement integriert werden.“

Verfasst von: WieMan | 27. August, 2009

Ausstieg aus Aktien ?

Mit etwas Verspätung ein Hinweis auf einen FTD-Artikel vom 10.8.:

http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:Neue-Bilanzierungsregeln-Allianz-droht-mit-R%FCckzug-aus-Aktien/551334.html

Europas größter Versicherer Allianz kündigt den Rückzug aus Aktieninvestments an, wenn die jetzt vorliegenden Vorschläge für neue internationale Bilanzregeln unverändert bleiben. Die Münchener sind mit ihrer Ansicht nicht allein.

Die Finanzkrise hat eindrücklich gezeigt, wie sehr die Fair-Value-Regeln Prozyklizität fördern und eine unangemessene Volatilität in die Bilanzen der Versicherer bringen. Es wird spannend zu sehen, wie sich hier die Aufsicht bzw. die Standard-Gremien mit der Versicherungswirtschaft einigen. Eine Welt, in der die großen Versicherer aus den Aktien aussteigen wäre… interessant.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) konkretisiert und erweitert ihre Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten (MaRisk). Die Neufassung ihrer MaRiskhat die BaFin am 14. August 2009 veröffentlicht.

Durch die Neufassung der MaRisk werden vor allem die aufsichtlichen Anforderungen zum Stresstesting, zum Liquiditätsrisiko und zu Risikokonzentrationen geschärft und ausgebaut. So müssen alle Institute künftig auf der Basis der jeweiligen identifizierten Risikofaktoren Stresstests für ihre wesentlichen Risiken durchführen. Dabei sind vor allem auch Risikokonzentrationen zu berücksichtigen. Banken müssen zudem ihre Liquiditätsrisiken so steuern und überwachen, dass sie Liquiditätsengpässe, die sich anbahnen, frühzeitig erkennen. Verlustgefahren, die aus Risikokonzentrationen resultieren, müssen die Institute angemessen in das Risikomanagement einbeziehen. Höhere Anforderungen stellt die Aufsicht künftig auch an das gruppenweite Risikomanagement. Sie verlangt nun auch explizit, dass eine Strategie für die gesamte Gruppe entwickelt wird. Zudem müssen Institute nicht mehr nur auf Einzelinstitutsbasis ihre Risikotragfähigkeit gewährleisten, sondern dies für die Gruppe als Ganzes tun.

Auch dem Zusammenspiel von Vorstand und Aufsichtsrat räumt die Aufsicht nun ein größeres Gewicht ein. Die neuen MaRisk enthalten zudem deutlich konkretere Anforderungen an die Vergütungssysteme der Banken.

Link: http://www.bafin.de/cln_108/nn_722564/SharedDocs/Artikel/DE/Service/Meldungen/meldung__090814__marisk__neu.html?__nnn=true

Verfasst von: WieMan | 25. Mai, 2009

Solvency II Implementation Challenges

Das Solvency II Experts Blog hat vor einiger Zeit einen länglichen Artikel zu den Umsetzungsfragen bzgl. Solvency II inkl. aktueller Timeline gepostet:

Solvency II will require insurance companies to integrate risk and risk management in all aspects of corporate day-to-day decision making, in particular in terms of setting the strategy. Insurers will need to strengthen the links between all the competencies that contribute to risk management.

Klicken Sie hier für den gesamten Artikel.

Verfasst von: WieMan | 8. Mai, 2009

BilMoG und die große Wissenslücke

Die wichtigsten Änderungen im Vergleich zum Entwurf im Überblick:

>> Keine Zeitbewertung des Handelsbestands bestimmter Finanzinstrumente bei Nicht-Banken

>> Keine Aktivierungspflicht, sondern Aktivierungswahlrechte für eigene Entwicklungskosten sowie für aktive latente Steuern

>> Konkretisierung der Konsolidierungspflicht von Zweckgesellschaften

Die Modernisierung des Gesetzes entlastet dabei vor allem kleine Unternehmen. Denn durch die Anhebung der Schwellenwerte von Bilanz-, Prüfungs- und Publizitätspflichten werden Firmen mit einem Jahresumsatz unter 500.000 Euro und einem Gewinn von bis zu 50.000 Euro von den Bilanzierungspflichten komplett befreit.

via BilMoG und die große Wissenslücke.

Verfasst von: WieMan | 8. Mai, 2009

In eigener Sache

Liebe Leser,
das Versicherungssteuerungsblog war bisher auf umfangreichere Artikel mit niedriger Frequenz ausgerichtet. Dies möchte ich ab heute ändern.
Die Finanzkrise hat in der Beratung der Fokus weg von langfristigen Themen gerückt. Dem soll hier auch Rechnung getragen werden.

Verfasst von: WieMan | 28. Januar, 2009

Bafin fordert integrierte Anreizsysteme

Die kürzlich veröffentlichten MaRisk spiegeln auch endlich die Forderung der Aufsicht nach integrierten Risikomanagement- und Steuerungssystemen wider. In 7.2.2.2 Betriebliche Anreizsysteme und Ressourcen wird verlangt, dass die Bonussysteme so angelegt sind, dass es keinen Anreiz gibt, Risikopositionen einzugehen, die der Gesamtstrategie entgegenstehen. Die ist – wie z.B. die Financial Times Deutschland heute richtig in der Print-Ausgabe berichtet – zum Einen daher bemerkenswert, als dass dieser Passus im Entwurf des letzten Jahres noch nicht enthalten war. Außerdem wird hier auf den ersten Blick trivial klingend eine Verbindung von Personalvergütung und Management-System (z.B. Balanced Scorecard-Implementierung) mit den Risikosystemen und der unterliegenden Risikostruktur verlangt.

Das ist ganz im Sinne der Integrierten Versicherungssteuerung. Und das ist in der Umsetzung alles andere als trivial.

Verfasst von: WieMan | 23. Januar, 2009

MaRisk (VA) veröffentlicht

Seit dem 1.1.2008 gilt der §64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes.
64a Geschäftsorganisation

Gestern, am 22.1.2009 hat die Bafin die Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsanstalten MaRisk (VA) veröffentlicht, die seit dem 1.1.2009 verbindlich die Auslegung und die Überprüfung des §64a VAG regeln.

Quellen und Links

Verfasst von: WieMan | 9. Januar, 2009

CEA adressiert Schlüsselergebnisse aus QIS4

Der Dachverband der europäischen Versicherungsverbände CEA hat heute die offenen Schlüsselfragen aus der QIS4-Studie für Solvency II veröffentlicht. Aus Sicht der Versicherungswirtschaft werden im an die CEIOPS adressierten Papier die Fragestellungen konkretisiert, die Versicherer gerne im Hinblick auf den Entwurf einer kommenden QIS5-Studie und den weiteren Solvency II-Spezifikationen thematisieren möchten, unter anderem:

  • Aspekte der Proportionalitätsregelung
  • Best Estimate Bewertung von Liabilities
  • Definitionsfragen (z.B. hedgeable risks)
  • Risikofreie Referenzratios
  • Bewertungsfragen bei immateriellen Assets

Ausserdem wird die mit 6% statisch definierte Kapitalkostenquote in Frage gestellt und die Kalibierung des mitgelieferten Standardmodells in einigen Aspekten hinterfragt bzw. eine Neukalibrierung an einigen Stellschrauben angeregt.

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